Zinslose Darlehen für Studiengebühren
Studierende im Saarland brauchen künftig während ihres Studiums keine Zinsen für ihre Gebührendarlehen zu zahlen. Der Landtag verabschiedete am Mittwoch ein entsprechendes Gesetz. Die Regelung gilt auch rückwirkend für alle Studenten, die seit der Einführung der Studiengebühren zum Wintersemester 2007/2008 ein Darlehen aufnehmen mussten.
Seit Beginn des Wintersemesters 2007/2008 erheben die saarländischen Hochschulen Studienbeiträge in Höhe von 500 Euro pro Semester. Die Gebühren für die ersten beiden Semester betragen lediglich 300 Euro. Die Studiengebühren werden begleitet durch ein sozialverträgliches Darlehenssystem, da jeder Studierende ohne Bonitätsprüfung ein Darlehen erhalten kann. Dennoch haben sich bisher relativ wenige Studierende für die Aufnahme eines Darlehens entschieden und damit für die Möglichkeit der Entrichtung der Studiengebühren erst zwei Jahre nach Studienende. Grund hierfür war wahrscheinlich die Angst vor steigenden Zinsen. Stattdessen haben sie – sicher oft mit Unterstützung ihrer Familie – die Gebühren jedes Semester direkt bezahlt.
Deutliche Entlastung für Studierende und ihre Familien
Durch ein verbessertes Studiengebührenmodell werden die Studierenden und ihre Familien jetzt entlastet. Ab dem Wintersemester 2009/2010 werden die Zinsen für Studierende vom Land übernommen. Wer als Studierender bisher schon ein Darlehen aufgenommen hat, bekommt die bereits gezahlten Zinsen zurück und wird von der Zinszahlung in gleichem Umfang befreit wie Studierende, die erst zum Wintersemester 2009/2010 ein Darlehen zur Zahlung der Studiengebühren aufnehmen.
Linksblock aus Linken, SPD und Grünen gegen zinsfreies Darlehen
Der Gesetzentwurf für die zinsfreien Darlehen wurde von der CDU-Landtagsfraktion eingebracht und von der FDP unterstützt. SPD, Linke und Grüne lehnten das Vorhaben ab - eine Blockadehaltung, die zeigt, dass Rote kein Interesse an Bildungsstandards mit hoher Qualität haben.






