Nadine Müller (CDU): Studieren ohne Abi wird im Saarland einfacher
Das Saarland senkt die Hürden für ein Studium ohne Allgemeine Hochschulreife. Das teilt die hochschulpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Nadine Müller, mit. Der Landtag wird dazu am morgigen Mittwoch einen Gesetzesentwurf in erster Lesung beraten.
Nach diesem Gesetzentwurf wird der Hochschulzugang beruflich Qualifizierter erleichtert. Meister und Inhaber gleichwertiger Fortbildungsabschlüsse erhalten eine allgemeine Hochschulzugangsberechtigung. Andere beruflich qualifizierte Bewerber mit einer mindestens zweijährigen Beraufsausbildung können nunmehr schon nach einer dreijährigen statt der bisher erforderlichen vierjährigen Berufstätigkeit die fachgebundene Studienberechtigung beantragen. Die bisher zusätzlich erforderliche berufliche Weiterbildung entfällt.

Nadine Müller - unsere Kandidatin für den Deutschen Bundestag
„Das Saarland hat nach Erhebungen des Statistischen Bundesamtes bundesweit eine der höchsten Übergangsquoten vom Gymnasium an die Hochschulen. Auch die Zahl der Schulabgänger mit Hochschulreife steigt ständig. Gleichzeitig wollen wir aber auch vermehrt denjenigen ein Studium ermöglichen, die keine Hochschulzugangsberechtigung haben, aber nach Ausbildung und ein paar Jahren beruflicher Tätigkeit studieren wollen. Für diejenigen wollen wir den Weg an die Hochschule ebnen“, so Nadine Müller.
Die Abgeordnete fordert die Hochschulen auf, einen besonderen Schwerpunkt auf die Betreuung und Begleitung solcher Studenten zu legen. „Der Sprung aus dem Berufsleben an die Hochschulen erfordert viel Mut und Leistungsbereitschaft. Dies muss man unterstützen“, so Nadine Müller. Nur so könne man den Fachkräftemangel wirksam begegnen.
Außerdem regt die hochschulpolitische Sprecherin an, mehr berufsbegleitende Bachelor- und Masterstudiengänge anzubieten. „Aus dem Berufsleben auszusteigen, um zu studieren, ist für viele Arbeitnehmer nur schwer möglich. Gleichzeitig sind aber Unternehmen wie Mitarbeiter an guter Weiterbildung interessiert. Dies soll deshalb auch in Form eines Studiums berufsbegleitend möglich sein“, so Nadine Müller abschließend.
05.05.2009 / 1672009






