G8- und G9-Notenschnitt fast gleich
Der Abiturnotendurchschnitt der G8- und G9-Schüler, die in diesem Jahr gleichzeitig ihr Abitur abgelegt haben, ist fast identisch. Das hat das Kulturministerium mitgeteilt. Der Durchschnitt bei den G8-Schülern liege bei 2,480. Die G9-Schüler habe im Schnitt die Note 2,473 erreicht. Die Differenz betrage somit 0,007 und liege im Tausendstelbereich. Der Durchschnitt des Gesamtjahrgangs sei mit gerundet 2,48 etwas besser als in den Vorjahren (2008: 2,49, 2007: 2,51). Die Daten wurde auf Grundlage der Notenskala von 1 bis 6 berechnet.
Damit wird deutlich: G8 im Saarland ist ein Erfolg. Die Schülerinnen und Schüler erreichen den exakt gleichen Wissenstand und die gleichen Ergebnisse auch in 12 Schuljahren.
"Ein gespartes Jahr Schulzeit ist ein gewonnenes Jahr für die eigene Lebensgestaltung unserer Kinder" glaubt in diesem Zusammenhang auch der stellvertretende CDU-Gemeindevorsitzende Alwin Theobald. Schon jetzt zeige sich, so Theobald, dass viele Schulabgänger dieses gewonnene Jahr für sich persönlich nutzten, beispielsweise für einen Auslandsaufenthalt oder für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ).
"Allerdings müssen die mittlerweile gesammelten Erfahrungen konsequent dazu genutzt werden, das Projekt G8 zielgenau dort zu verbessern, wo es derzeit noch etwas hakt" betont der 40jährige Christdemokrat und nennt die Entrümpelung der Lehrpläne als einen der wichtigsten Punkte in diesem Zusammenhang.
Im Saarland gibt es verschiedene Wege zum Abitur
Mittlerweile gibt es im Saarland verschiedene Wege zum Abitur: Neben dem achtjährigen Gymnasium gibt es auch die Möglichkeit, nach dem Besuch einer Erweiterten Realschule oder einer Gesamtschule in ein berufliches Gymnasium zu wechseln und dort das Abitur zu machen - faktisch also G9.
G8 hat sich durchgesetzt
Mit Ausnahme von Schleswig-Holstein haben alle anderen westdeutschen Bundesländer das G8 zwischenzeitlich eingeführt oder stehen mit ihren Vorbereitungen kurz vor dem Abschluss.
Die saarländischen Eltern haben das G8 voll angenommen. Dies belegen unter anderem die jüngsten Anmeldezahlen für das achtjährige Gymnasium, die auf einem konstant hohen Niveau geblieben sind.






