St. Barbara Bruderschaft seit 125 Jahren in Wiesbach
Ein Jubiläum, das es zu feiern gilt: 125 Jahre. Die St. Barbara-Bruderschaft ist ein Zusammenschluss von Bergleuten und Bürgern Wiesbachs Die Ziele der St.Barbara Bruderschaft sind damals wie heute: DIe Aufrechterhaltung bergmännischen Brauchtums und bergmännischer Tradition. Die Förderung der Kameradschaft unter den Bergmännern aus Wiesbach und Umgebung Die Pflege der Kameradschaft mit anderen kulturellen Vereinen
Der Saarknappenchor, einer der besten Männerchöre im Saarland, gastierte in der Wiesbacher Kirche und gaben ein sehr niveauvolles Konzert. Jakob Herrmann, der Vorsitzende der St. Barbara Bruderschaft in Wiesbach, begrüßte den Chor unter Leitung von Joachim Oehm, Pastor Michael Reuter und den 1. Beigeordneten der Gemeinde Eppelborn, Berthold Schmitt, der in Vertretung des Bürgermeisters Gast dieses Jubiläums-Konzertes anwesend war.
Der Saarknappenchor brachte Lieder von Schubert, Mendelsson-Bartholdy, von Rossini und weiteren klassischen Komponisten zur Aufführung.

Unser Foto zeigt v. l. Schriftführer Manfred Kuhn, den Ersten Beigeordneten Berthold Schmitt und Jakob Herrmann, Vorsitzender der St. Barbara Bruderschaft Wiesbach beim kleinen Empfang nach dem Kirchenkonzert des Saarknappenchores.
In einer Ansprache lobte der 1. Beigeordnete Berthold Schmitt den Saarknappenchor für das sehr schöne und niveauvolle Konzert in der Augustinus-Kirche in Wiesbach. Leider Gottes gäbe es nicht mehr sehr viele Männerchöre, dieser Chor pflege jedoch das deutsche Liedgut in hervorragender Weise. Der Beigeordnete schilderte die Situation vor 125 Jahren, als neun Wiesbacher Bergleute 1885 bei ihrem Pastor vorsprachen und um Genehmigung baten, eine St. Barbara Bruderschaft zu gründen. Noch im September des gleichen Jahres gab der Trierer Bischof Felix Korum sein Ja-Wort zu den Statuten des Vereins und stimmte der Gründung zu.
Zu dieser Zeit im 19. und auch noch im 20. Jahrhundert gab es eine enge Verflechtung von Bergleuten mit ihrem Glauben und ihrer Kirche. In dem äußerst schweren Beruf fanden die Bergleute Halt und Hilfe bei ihrer Schutzpatronin, der Heiligen Barbara. In ihrer geringen Freizeit (während der Woche wohnten die Bergleute in Schlafhäusern in der Nähe der Gruben) wollten sie sich in einem Verein treffen und bei kirchlichen und weltlichen Festen als Gruppe auftreten und die Kameradschaft pflegen. Später hatte die Bruderschaft auch eine Vereinsfahne anfertigen lassen. Diese wird auch heute noch bei vielen kirchlichen Festen, wie z. B. an Fronleichnam oder Jubiläen oder auch bei den Wiesbacher Kulturtagen – feierlich getragen.
Auch bei der Neuforweiler-Wallfahrt, die seit vielen Jahren durch den Ortsvorsteher oder die Ortsvorsteherin organisiert wird und auch kürzlich wieder stattfand, wird die Fahne der St. Barbara Bruderschaft mitgenommen und dort präsentiert.
Die Bruderschaft hat heute im Jahre 2010 noch 158 Mitglieder, in der Hochzeit in den 60-er Jahren waren 360 Mitglieder bei der Bruderschaft registriert.







