Rainer Adolph aus der Hellbergstraße feierte gleich zu Jahresbeginn 90. Geburtstag – Ortsvorsteher gratulierte und überbrachte Glückwünsche
Geburtstagsgratulationen sind für den Eppelborner Ortsvorsteher Berthold Schmitt keine lästige Pflicht - im Gegenteil. Sie bieten ihm Gelegenheit, auch mit unseren älteren Bürgerinnen und Bürgern in Kontakt zu treten. Berthold Schmitt ist einer, der noch zuhören kann. Einer der Respekt vor den Menschen mit reichhaltiger Lebenserfahrung hat. Und deshalb ist er stets auch herzlich willkommen.
Im Kreise seiner Familie und Nachbarn konnte Herr Rainer Adolph gleich am 2. Januar des neuen Jahres seinen 90. Geburtstag feiern.
Er gehört zu der Generation, deren Lebensweg und Schicksal von Krieg und Nachkriegszeit geprägt wurde. Geboren in Cosel an der Oder in Oberschlesien führten ihn nach der Berufsausbildung als Maschinenschlosser die Kriegsereignisse nach Nancy in Frankreich, wo er Paula Brill aus Eppel¬born kennenlernte. Geheiratet wurde 1943 in Eppelborn, ohne jede Aussteuer und ohne eine gemeinsame Zukunft planen zu können – eine Kriegsehe wie viele.
Geburt des Sohnes Frank 1944, in der gleichen Woche wurde der Jagdflieger Rainer Adolph über der Bretagne abgeschossen. Er überlebte schwerverletzt und lag Monate in verschiedenen Lazaretten.
Nach wenigen Wochen in Cosel kamen Paula und Rainer Adolph 1945 im Strom der großen Flucht aus dem Osten vor den anrückenden russischen Truppen mit dem einjährigen Sohn über Bautzen, Prag, Regensburg nach Eppelborn durch ein völlig zerstörtes Deutschland. Die Tochter Mathilde wurde geboren.
Beginn in ärmsten Verhältnissen – wie für so viele – ohne Wohnung, ohne Möbel, ohne Geschirr. Die Geschwister seiner Frau halfen aus dem Gröbsten heraus – ein lebenslanger Zusammenhalt der großen Familie bewährte sich. Rainer Adolph nahm jede Arbeit an, die er bekommen konnte um seine Familie zu ernähren.
Er arbeitete als Härter in der Burbacher Hütte. Dann konnte er für einige Jahre seine Leidenschaft, „das Fliegen“, zum Beruf machen. Er war viel unterwegs in Europa, hat Großartiges erleben dürfen in verschiedenen Län¬dern an Landschaften, Kulturen und Geschichte.
Nach der Berufszeit engagierte er sich für die Fliegerei, auch für die Ausbildung junger Piloten im Saarland. Er reiste viel mit seiner Frau Paula, die leider schon vor fast zehn Jahren starb.
Nun lebt er allein in seinem Haus in der Hellbergstraße, unterstützt von seiner Tochter Mathilde und seinem Schwiegersohn Albert. Er ist zwar nicht mehr reisefähig, interessiert sich aber lebhaft für das, was ihm das Fernsehen aus der Politik an Sehenswürdig¬keiten und Wissenswertem aus der Welt bietet.
Unser Foto zeigt den rüstigen 90-jährigen Rainer Adolph bei der Gratulation von Ortsvorsteher Berthold Schmitt und seiner Tochter Mathilde Feld in seinem Haus in der Hellbergstraße. Bei dem sich anschließenden Gespräch zeigte sich der Jubilar sehr interessiert für die Kommunalpolitik in Eppelborn. Er stellte dem Ortsvorsteher einige Fragen zur Ortskernsanierung und den Tätigkeiten eines Ortsvorstehers in Eppelborn. Dieser erklärte ihm die Entwicklung Eppelborns vom landwirtschaftlich geprägten Ort zum modernen Kauf- und Dienstleistungszentrum im Illtal. Er überbrachte die Grüße des Ortsrates von Eppelborn, des Bürgermeisters, des Landrates und des Saarl. Ministerpräsidenten. Übrigens ist Dr. Andreas Feld, der Sprecher der CDU im Ortsrat Eppelborn, ein Enkel des 90-jährigen Rainer Adolph. Sein Schwiegersohn Albert Feld ist Naturschutzbeauftragter von Eppelborn und war selbst jahrelang in der Kommunalpolitik tätig.






