Alter Grabstein von 1948 der Familie Zimmer/Hippchen/Dernbach wurde restauriert und vor der Friedhofshalle aufgestellt
"Altes bewahren - Neues gestalten" lautete vor Jahrzehnten ein Wahlslogan der CDU in der Gemeinde Eppelborn. Dem fühlen wir uns auch heute noch verpflichtet - und handeln auch danach. Nicht oft findet man ein historischen Kleinod, das wirklich erhaltenswert ist. Doch wenn, wird konsequent gehandelt, wie ein aktuelles Beispiel zeigt:
Alter Grabstein von 1948 der Familie Zimmer/Hippchen/Dernbach wurde restauriert und vor der Friedhofshalle aufgestellt
Es gibt auf dem Eppelborner Friedhof nicht sehr viele alte und wertvolle Grabsteine. Wird jedoch bei einer Abräumaktion ein Grabstein gefunden, der erhaltenswert scheint, so ist es durchaus sinnvoll zu überlegen, ob man diesen erhält. Natürlich muss man dann auch eine Renovierung oder gar Restaurierung vornehmen lassen, um ihn so neu aufzustellen, dass er so wirkt wie er vor vielen Jahrzehnten erstellt wurde.
So wurde im vergangene Jahr ein Grabstein wieder sichtbar (er war ganz mit Efeu überwachsen), der erhaltenswert schien. Frau Gertrud Brill von der Friedhofsverwaltung und Ortsvorsteher Berthold Schmitt haben dann den Heimatforscher Reinhold Bost vom Förderkreis Heimatkunde und Denkmalpflege eingeschaltet sowie das Landesdenkmalamt in Saarbrücken. Dr. Gregor Scherf von diesem Landesdenkmalamt war auch zusammen mit den genannten Personen, für den Ortsrat Frau Elfriede Groß vor ca. einem Jahr vor Ort und haben den Grabstein zusammen in Augenschein genommen.
Der Bürgermeister und der Ortsvorsteher befürworteten eine Erhaltung des Steines, der Ortsrat hat am 15.10.2010 der Restaurierung und Aufstellung vor der Friedhofshalle zugestimmt.
Dr. Gregor Scherf sah „die Grabwand aus einem kunststeinähnlichen Material zusammengesetzt aus einer leicht vortretenden mittleren Stele und zwei seitlichen Wangen. Die Stele zeigt im unteren Bereich Ecksäulchen und eine Schrifttafel, darüber ein mit einem Dreiecksgiebel überfangenes, eingetieftes Relief mit der Szene Christi am Ölberg mit Inschrift im Rahmen.“ Die Erstbelegung in dem Familiengrab fand 1948 statt, die mittlere Inschrifttafel mit der Jahreszahl 1941 ist als Erinnerungstafel auf ein in Russland gefallenes Familienmitglied bezogen.
Die Namen der Verstorbenen, die in dem ursprünglichen Familiengrab dort bestattet waren, wurden zusammen mit der Erinnerungstafel für einen Gefallenen der Familie auf dem Grabstein belassen, um die Authenzität des Steines zu erhalten. Die Namen sind in den Stein gemeißelt worden und gehören damit zu diesem Grabstein wie das Relief auch.






